Referentin: Klaudia Szabo, Autorin, Lektorin und Korrektorin
3. & 4. Tischgespräche-Runde (13:30-15:00 Uhr)

Ob auf TikTok, Instagram oder auf Messen: Um die Diskussion rund um Spice in Romanen kommt man kaum noch herum. Dabei existieren intime Szenen nicht erst seit gestern in Büchern. Dennoch ist die weibliche Lust präsenter denn je – oftmals von Frauen für Frauen geschrieben.
Wie können Autor*innen sich dies für Charakterentwicklung und Plot zunutze machen und was gilt es bei erotischen Szenen zu beachten? Welche Möglichkeiten bestehen, um nicht nur hohle Phrasen und blumige Umschreibungen zu nutzen, und wo ist welche Wortwahl überhaupt angebracht? Wie kinky darf es sein – und welche Verantwortung trägt man, wenn man erotische Szenen veröffentlicht? Und vielleicht die wichtigste aller Fragen: Muss man wirklich Spice schreiben, um auf dem Liebesroman-Markt relevant zu bleiben?
Als Lektorin und Korrektorin für Selfpublishende und Verlage hat Klaudia Szabo an nahezu 100 Liebesromanen mitgewirkt und selbst unter Pseudonym veröffentlicht. Mit ihrer langjährigen Expertise führt sie Autor*innen behutsam an die ersten Spice-Versuche heran und bietet Tipps und Tricks zum Umgang mit Szenen, die vielen Schreibenden anfangs schwerfallen. Dabei beleuchtet sie verschiedenste Anforderungen an (feministische) Erotik und die Frage, wie man Spice nicht nur als schmückendes Beiwerk, sondern als zentrale Entwicklungsmöglichkeit für Charaktere und Handlung nutzt.
Foto (c) Carina Rogaschewski