Referentin: May Sommer, Autorin
1. & 2. Tischgespräche-Runde (10:50-12:20 Uhr)

Das Morgen ist bereits da – wir müssen es nur noch richtig erzählen.
Science-Fiction boomt. In den UK-Charts führen spekulative Stoffe regelmäßig die Bestsellerlisten an, während der deutsche Markt oft noch zögert, das volle Potenzial auszuschöpfen. Dabei ist die Sehnsucht nach Antworten auf die Fragen unserer Zeit – von KI bis Klimawandel – so groß wie nie zuvor. Doch warum erreicht das Genre im deutschsprachigen Raum oft noch nicht die breite Masse, und warum bleibt besonders der Anteil weiblicher Leserinnen hinter seinen Möglichkeiten zurück?
Wir werfen einen Blick auf den aktuellen Marktvergleich zwischen Deutschland und UK und analysieren das „ungenutzte Potenzial“. Welche Geschichten müssen wir schreiben, um neue Zielgruppen zu erschließen? In dieser Tischrunde nähern wir uns dem Thema spielerisch: Wir untersuchen, wie moderne SF-Stoffe aussehen könnten, die nicht nur Technik erklären, sondern psychologische Tiefe und gesellschaftliche Relevanz bieten. Gemeinsam erarbeiten wir Ansätze, wie wir die „ungenutzte Zukunft“ literarisch besetzen können.
May Sommer ist studierte Kommunikationsdesignerin und arbeitet heute als traumasensibler Beziehungscoach und Therapeutin – eine Expertise, die sie nutzt, um die psychologische Tiefe und das zwischenmenschliche Gefüge in der spekulativen Literatur zu schärfen. Als Selfpublisherin liebt sie es, die Grenzen und Möglichkeiten hybrider Genres auszuloten, und hat es mit ihrem Sci-Fi-Romance-Debüt „In Between Time“ unter die Top10 des Selfpublishing-Buchpreises 2025/26 geschafft. Ihr Ziel ist es, Science-Fiction durch emotionale Nahbarkeit aus der Nische mitten in den Mainstream zu rücken.
Foto (c) Andrej Martens