Referentin: Friederike Kenneweg, freie Autorin, Musikerin und Journalistin
5. & 6. Tischgespräche-Runde (16:00-17:30 Uhr)

Aus allem, was wir wahrnehmen, setzt sich unsere Weltsicht zusammen. Und auch die unserer Figuren! Es lohnt sich also, im eigenen Alltag genauer hinzuhören, zu spüren, zu schmecken, zu sehen und zu riechen, um solche Sinneseindrücke besonders gut beschreiben zu können. Die bewusste Gestaltung ihrer spezifischen Art der Sinneswahrnehmung macht unsere Figuren lebendig – sei es, dass sie besonders feinsinnig sind oder gerade das Gegenteil. Auch die Zustände, in denen sie sind, und ihre jeweilige Situation können darüber transportiert werden.
In dieser Tischrunde öffnen wir unsere Sinne. Gemeinsam suchen wir nach Wegen, wie sich das, was wir wahrnehmen, treffend beschreiben und für unsere Texte nutzbar machen lässt.
Friederike Kenneweg ist freie Autorin, Musikerin und Journalistin. Bei der Arbeit an ihren Radiosendungen über zeitgenössische Musik hat sie das Hinhören besonders geschult. Die genaue Beschreibung von Geräuschen spielt auch in ihren literarischen Texten eine prägende Rolle, zum Beispiel in “Das Ohr an der Großen Allee”, das während eines Stipendienaufenthalts im hessischen Bad Arolsen entstand und die Geräuschwelt der kleinen Stadt portraitiert. Außerdem gibt Friederike Kenneweg Schreibkurse und begleitet Lesungen mit Geräuschklängen, Stimme und Musik.
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